Datenimport

Der Datenimport wird sowohl von Ewida Standard als auch von Ewida Audit unterstützt. Der Umfang der verfügbaren Quellen hängt vom Typ des Objekts ab, das importiert werden soll. In der Praxis bedeutet das, dass beim Import von Hosts andere Optionen verfügbar sind als beim Import von Benutzern oder Inventarobjekten.

Um das Importfenster zu öffnen, verwenden Sie im Hauptmenü des ausgewählten Objekttyps die Option Importieren. Das Programm unterstützt unter anderem folgende Datenquellen:

  • Active Directory,
  • CSV-Datei,
  • Audit aus Ewida Audit,
  • Inventarisierung aus Ewida Standard.

Diese Lösung ermöglicht es, die Datenbank schrittweise mit Daten aus verschiedenen Quellen zu füllen, ohne alles manuell von Grund auf anlegen zu müssen.


Import aus CSV und anderen Quellen

Beim Import aus einer CSV-Datei lohnt es sich, zuerst die erwartete Datenstruktur zu prüfen. Dazu dient die Schaltfläche Schema der Spaltenzuordnung. Sie zeigt, welche Spaltennamen in der Datei welchen Objekteigenschaften im Programm entsprechen.

Zum Beispiel bedeutet der Eintrag Comment > Notes, dass die CSV-Datei eine Spalte Comment mit den entsprechenden Werten enthalten muss, um Daten in das Feld Notes zu importieren. Es ist nicht nötig, jede mögliche Spalte anzulegen. In der Praxis müssen nur diejenigen vorbereitet werden, die tatsächlich Daten für den Import enthalten.

Nach Auswahl der Importquelle und Konfiguration der Verbindungsdetails verwenden Sie die Schaltfläche Objekte herunterladen. Das Programm verbindet sich dann mit der Datenquelle und füllt die Liste auf der rechten Seite des Fensters. Beim Import aus Ewida Standard oder Ewida Audit können Sie zusätzlich entscheiden, ob auch verknüpfte Objekte importiert werden sollen, zum Beispiel Lizenzen zusammen mit Kaufdokumenten.

Die Ergebnisliste überspringt Objekte, die bereits in der aktuellen Datenbank vorhanden sind. Wenn einige Elemente nicht importiert werden sollen, können sie mit der Taste DELETE oder mit der Schaltfläche Entfernen aus der Liste entfernt werden.


Export von Auditdaten in die Inventarisierung

Ewida Audit ermöglicht den Export von Auditergebnissen in die Inventarisierungsdatenbank, die in Ewida Standard geführt wird. Das ist eine wichtige Funktion, weil dadurch technische Auditdaten als Ausgangspunkt für weitere Inventarisierungsarbeit genutzt werden können.

Nach dem Export können die Daten in Ewida Standard weiterentwickelt werden, wo breitere Möglichkeiten für die Arbeit mit Objekten, Kosten, Terminen, Reparaturen, Modernisierungen, Wartung und Dokumenten zur Verfügung stehen. In der Praxis bedeutet das, dass ein Audit zur Quelle von Eingangsdaten für eine langfristige Inventarisierungsarbeit in einer Windows-Desktop-Anwendung werden kann.

Zu den wichtigsten Vorteilen dieses Modells gehören unter anderem:

  • Erweiterung der Inventarisierung um zusätzliche Objekttypen, nicht nur IT-bezogene,
  • Nachverfolgung von Reparaturen, Dienstleistungen, Wartung und Modernisierungen,
  • Analyse von Kosten, Terminen und Änderungshistorie,
  • gemeinsame Datennutzung bei netzwerkbasierter Arbeit mehrerer Benutzer.

Exportassistent und Beziehungsschema

Der Export von Daten aus dem Audit in die Inventarisierung basiert auf einem Beziehungsschema. Es wird in einer XML-Datei gespeichert und ist für die Verknüpfung von Objekten zwischen Audit und Inventarisierung verantwortlich. Das Schema bestimmt, welche Elemente aus dem Audit welchen konkreten Objekten in der Datenbank von Ewida Standard entsprechen sollen.

Der Exportassistent wird mit folgender Option gestartet:
Hauptmenü > Audit > In die Inventarisierung exportieren

Hier stehen drei grundlegende Operationen zur Verfügung:

  • Neues Schema — erstellt ein neues Exportschema mit automatischer Objektzuordnung,
  • Schema bearbeiten — öffnet das Fenster zur manuellen Bearbeitung von Beziehungen,
  • Schema aktualisieren — aktualisiert das Schema nach Änderungen im Audit, in der Inventarisierung oder nach einem abgeschlossenen Export.

Es lohnt sich, das Schema nach jeder Änderung in den Quell- oder Zieldaten zu aktualisieren. So ist sichergestellt, dass der Exportmechanismus mit aktuellen Beziehungen zwischen den Objekten arbeitet.


Exporteinstellungen und Prozesssimulation

Mit den Exporteinstellungen lässt sich im Detail festlegen, wie Daten übertragen werden sollen. Sie können die Inventarisierungsquelle angeben, Ausschlüsse für exportierte Objekte definieren und festlegen, welche Eigenschaften von Computern, Geräten und Software im Prozess berücksichtigt werden sollen.

Nach dem Wechsel zum nächsten Schritt des Assistenten stehen das Exportprotokoll sowie zwei wichtige Schaltflächen zur Verfügung:

  • Simulation ausführen,
  • Prozess starten.

Simulation ausführen startet das vollständige Exportverfahren, stoppt es jedoch, bevor Daten in die Inventarisierung geschrieben werden. So können Sie prüfen, welche Objekte exportiert würden, welche Eigenschaften berücksichtigt sind und ob das Schema wie erwartet funktioniert.

Prozess starten startet den eigentlichen Export unter Verwendung des Beziehungsschemas und aller Benutzereinstellungen. Wenn die Zielquelle eine Microsoft-SQL-Datenbank ist, arbeitet der Export mit Transaktionsschutz. Bei einer dateibasierten Datenbank ist zu beachten, dass Ewida Standard während des Exports geschlossen sein muss.


Bearbeitung des Exportschemas

Das Fenster für das Beziehungsschema kann mit der Schaltfläche Neu oder Bearbeiten geöffnet werden. Am besten beginnt man die detaillierte Bearbeitung, indem man den Computer auswählt, der aus dem Audit exportiert wird. Nach der Auswahl können Sie das Zielset in der Inventarisierung angeben — entweder ein bereits in der Datenbank von Ewida Standard vorhandenes oder ein neues Objekt, das erstellt werden soll.

Nachdem der Computer mit einem Set verknüpft wurde, können Sie mit einer detaillierteren Konfiguration des Exports von Geräten und Software fortfahren. Dadurch lässt sich das Exportverhalten an die tatsächliche Datenstruktur des Unternehmens anpassen und es werden unnötige Duplikate oder falsche Beziehungen vermieden.

Nach Abschluss der Bearbeitung überprüft das Programm das Schema vor dem Speichern. So können Konfigurationsprobleme im Prozess frühzeitig erkannt werden.


Details zu Objektbeziehungen

Das Fenster mit den Beziehungsdetails zeigt — abhängig vom Datentyp — eine Liste von Geräten oder Software, die dem ausgewählten Computer im Audit zugeordnet sind. Hier kann der Benutzer entscheiden, welche Elemente beim Export übersprungen und welche mit konkreten Objekten in der Inventarisierung verknüpft werden sollen.

Unerwünschte Elemente können manuell übersprungen werden, indem Positionen in der Liste abgewählt werden, oder durch Verwendung von Filtern, die bestimmte Objekte auch bei zukünftigen Ausführungen des Schemas ausschließen. Das ist eine praktische Lösung, wenn bestimmte Kategorien von Geräten oder Softwarekomponenten nicht in die Inventarisierung übertragen werden sollen.

Jedes Objekt aus dem Audit kann hier über das Feld Zielobjekt (Inventarisierung) mit seinem entsprechenden Objekt in der Inventarisierung verknüpft werden. Dadurch wird der Export präziser als eine einfache automatische Zuordnung.


Objektidentifikation

Damit Objekte beim Export korrekt erkannt werden können, lohnt es sich, ihren Identifizierenden Wert im Fenster Objekteigenschaften in der Gruppe Auditdaten zu prüfen. Diese Information hilft dem Schema dabei, Elemente aus dem Audit genauer ihren Gegenstücken in der Inventarisierung zuzuordnen.

Identifizierende Werte werden beim Erstellen von WMI- und Registry-Scanmodellen im Feld Identifizierende Eigenschaft konfiguriert. Anschließend werden sie an Objekte in der Inventarisierung übergeben und bei der automatischen Zuordnung verwendet.

In der Praxis erleichtert eine gut konfigurierte Objektidentifikation den regelmäßigen Datenexport zwischen Ewida Audit und Ewida Standard erheblich, insbesondere wenn der Prozess wiederholt durchgeführt wird und eine größere Anzahl von Computern und Infrastrukturelementen umfasst.